Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Letzte Aktualisierung: 12.07.2022

Seit dem 29. Juni 2022 ist Tobias Goldschmidt Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur.

Die Hauptaufgaben des Ministeriums bestehen in der Organisation und Förderung des Klimaschutzes, des Küsten-, Hochwasser- und Meeresschutzes, sowie des Natur- und Umweltschutzes. Vorangebracht wird im Ministerium außerdem die Energiewende in all ihren Facetten. Das Themenspektrum im MEKUN ist sehr vielfältig: Von Munition im Meer bis hin zu Abfallwirtschaft, Reaktorsicherheit und Energiewirtschaft. Ein übergeordnetes Ziel des Ministeriums ist es, ökonomische und ökologische Interessen miteinander in Einklang zu bringen.

Energiewende und Klimaschutz

In Schleswig-Holstein, dem Windkraftland Nr. 1, wird schon jetzt mehr Strom aus Erneuerbaren Energien produziert als vor Ort verbraucht wird. Dabei ist grüner Strom nicht nur für den Klimaschutz bedeutsam, sondern auch ein immer größerer Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Energiewende-Land zu sein bedeutet in Schleswig-Holstein, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Netzausbau vorangetrieben werden und erneuerbare Energien in den Sektoren Wärme, Verkehr und Energie zum Einsatz gebracht werden. Gleichzeitig wird der Rückbau der Atomkraftwerke fachkundig begleitet und kontrolliert. Das Ministerium erarbeitet ebenso Klimaschutz-Kampagnen für Bürgerinnen und Bürgern und fördert den biologischen Klimaschutz, zum Beispiel durch die Renaturierung von Mooren.

Biodiversität

Der Rückgang der Artenvielfalt ist eine der drängendsten Krisen unserer Zeit. Derzeit sind rund 50 Prozent der Tier- und Pflanzenarten des Landes in den Roten Listen der gefährdeten Arten aufgeführt. Aus diesem Grund rückt das Ministerium die Stärkung der biologischen Vielfalt in den Fokus. Das erfolgt unter anderem durch die Umsetzung der Biodiversitätsstrategie "KURS NATUR 2030" des Landes. Bis 2030 sollen mindestens 15 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem wirken können. Zwei Prozent der Landesfläche sollen als Wildnisgebiete einer weitgehend eigendynamischen und ungestörten Entwicklung überlassen werden.

Land zwischen den Meeren

Als Land zwischen den Meeren stehen wir in Zeiten des Klimawandels vor gewaltigen Herausforderungen. Rund 20 Prozent der Landesfläche Schleswig-Holsteins liegt nur knapp über dem Meeresspiegel. Ein Viertel der Landesfläche ist potenziell durch Sturmfluten gefährdet. Der Küsten- und Meeresschutz sowie der Hochwasserschutz sind deshalb von zentraler Bedeutung für Schleswig-Holstein. Der Generalplan Küstenschutz sowie die Strategie für die Zukunft der Niederungen sind wichtige Instrumente zum Schutz gefährdeter Landesteile und ihrer Bewohner. Zudem ergreift das Ministerium Maßnahmen zur Überwachung des Zustandes und zum Schutz der Meere.

Organisation

Fünf  Abteilungen sind für die Umsetzung dieser Ziele zuständig. Zum Geschäftsbereich des Ministeriums gehören außerdem der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), das Amt für Planfeststellung Energie (AfPE) und das Bildungszentrum für Natur, Umwelt und Ländliche Räume (BNUR). Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) unterliegt derzeit dem gemeinsamen Geschäftsbereich des MEKUNs sowie des Landwirtschaftsministeriums.