Regenwasseranlagen

Letzte Aktualisierung: 24.10.2025

Um die Gewässer vor hydraulischen und stofflichen Belastungen aus Niederschlagswassereinleitungen zu schützen, werden Regenrückhaltebecken (hydraulische Gewässerentlastung) bzw. in Regenklärbecken (stoffliche Vorbehandlung) gebaut. Diese Anlagen dienen dazu, das Niederschlagswasser zeitlich verzögert in ein Gewässer einzuleiten bzw. zusätzlich zu behandeln. Auch eine Versickerung in den Untergrund ist unter Beachtung bestimmten Rahmenbedingungen möglich und trägt in der Regel sowohl zur hydraulischen Entlastung der Gewässer als auch zu einem stofflichen Rückhalt bei.

Info-Brief "Betrieb von Regenrückhaltebecken / Regenklärbecken im ländlichen Raum und die Entsorgung der Schlämme"

Zur Vermeidung von Abflussspitzen wurden häufig in der Vergangenheit Regenrückhaltebecken und zur mechanischen Reinigung des Regenwassers Regenklärbecken gebaut.

Um die Funktionsfähigkeit der vorhandenen Regenbecken zu erhalten und im besten Fall zu optimieren, ist es wichtig, die Becken regelmäßig zu kontrollieren und zu warten. Als Hilfestellung hierfür wurde vom LLUR der Info-Brief "Betrieb von Regenrückhaltebecken / Regenklärbecken im ländlichen Raum und die Entsorgung der Schlämme" im Mai 2012 veröffentlicht und steht hier als Download-Version zur Verfügung:

Info-Brief - Betrieb von Regenrückhaltebecken / Regenklärbecken im ländlichen Raum und die Entsorgung der Schlämme  (PDF, 558KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Betriebsbuch für die Selbstüberwachung von Regenbecken gemäß SüVO 2024

Der Betrieb von Regenbecken unterliegt der SüVO. Ein Musterbetriebsbuch für öffentliche Regenwasserbehandlungs- und rückhalteanlagen finden Sie hier.

Technische Bestimmungen zum Bau und Betrieb von Anlagen zur Regenwasserbehandlung bei Trennkanalisation

Übergangsbestimmungen nach Außerkrafttreten

Leistungsfähigkeit von Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung im Trennsystem in Schleswig-Holstein (MaReT-SH)

Das Forschungsvorhaben MaReT-SH (Leistungsfähigkeit von Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung im Trennsystem in Schleswig-Holstein) wurde von der Technischen Hochschule Lübeck in Kooperation mit der Limbach Analytics GmbH im Auftrag des Landesamtes für Umwelt Schleswig-Holstein durchgeführt. Ziel war die Untersuchung der Stoffrückhaltefähigkeit von Regenklärbecken mit Dauerstau (RKBmD), die in Schleswig-Holstein weit verbreitet sind, jedoch in der bundesweiten Regelung DWA-A 102 nicht empfohlen werden. Ergänzend wurde ein Mulden-Rigolen-System als dezentrale Maßnahme untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass RKBmD einen erheblichen Rückhalt fein suspendierter Stoffe und daran gebundener Schadstoffe leisten können. Die Wirkungsgrade für AFS 63 (Abfiltrierbare Stoffe mit Korndurchmesser zwischen 0,45 µm und 63 µm) lagen zwischen 30 und 80 %, abhängig von der hydraulischen Belastung und dem spezifischen Dauerstauvolumen.

Eine Zusammenfassung kann unter dem Punkt „Forschung“ auf folgender Seite abgerufen werden:

Forschung | Technische Hochschule Lübeck

Der gesamte Abschlussbereicht kann hier heruntergeladen werden:

Abschlussbericht MaReT-SH